Qualitative Unterschiede der Kaffees
Wodurch unterscheiden sich Kaffees?
In einigen Regionen hat man sich hinreissen lassen, Kaffee in vermeintlich ertragreicheren Monokulturen anzubauen. Diese müssen nun mit Pestiziden behandelt werden weil sie sehr viel anfälliger gegen Schädlinge sind als Mischkulturen.
Zu dieser Fehlentscheidung kommt noch, daß es für Kaffee, der in solchen Plantagen gewachsen ist, auf lange Zeit keine Bio-Zertifizierung geben wird. Selbst wenn man auf die Pestizide verzichten würde, ist der Boden so stark kontaminiert, dass er ausgetausch werden müsste oder viele Jahre brach liegen um die chemischen Stoffe abzubauen.
Diese Plantagen haben aber ausser der Pestizide noch das Problem, dass der Kaffee geschmacklich auch keine grosse Entwicklungsmöglichkeit hat. Es gibt auf Grund der Monokultur keinen schattenspendenden Bewuchs. Das ist aber nach neuesten Erkenntnissen für die Kaffeepflanzen besonders wichtig, da sich damit der Geschmack deutlich besser entwickelt als wenn der Kaffee von morgens bis abends von der prallen Sonne beschienen wird.
Bis zur Ernte passiert also einiges, welches dem einen Kaffee die Voraussetzungen eines excellenten Gourmet Kaffees geben und einem Anderen nur die Zukunft als Massenware in Supermarktregalen zu enden.
Aber aufgepasst, der Kaffee mit den Voraussetzungen eines erstklassigen Gourmetkaffees hat noch eine weite Weg vor sich und muss, bis er bei ihnen in der Tasse ankommt, richtig behandelt werden.
Der Rohkaffee, wie er bei den Kaffeeimporteuren, in 60 kg Säcken erhältlich ist, ist ein relativ stabiles und unempfindliches Produkt. Sensibel für jegliche Umwelteinflüsse, das sind im wesentlichen die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und alle dominanten Aromen, die sich in der Luft befinden die den Kaffee umgibt, wird er nach dem Rösten.
Durch den Röstvorgang vergrössert die Kaffeebohne ihr Volumen um ca. 1/3. Die Kaffeebohne "öffnet sozusagen die Poren" und alles Mögliche kann selbige verlassen aber auch eindringen.
Verlassen können die Kaffeebohne vor allem die Aromen (ätherische Öle), das ist natürlich nicht erwünscht und man sollte möglichst alles tun, um zu verhindern das dieser Prozess zu schnell abläuft. Der wesentlichste Einfluss auf die Aromen ist die Temperatur. Je niedriger um so weniger ätherische Öle verlassen die Kaffeebohne. Der Kaffee sollte aber nicht unter 0 °C aufbewahrt werden, da sonst die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit zu Eiskristallen gefriert und beim Auftauen die Kaffeebohne durchnässt, welches verhindert, den Mahlgrad des Kaffees präzise einzustellen.
Eindringen können aufgrund der offenen Struktur, die Luftfeuchtigkeit, wie gerade beschrieben aber auch Fremdaromen. Daher sollte der Kaffee nach dem Rösten in einem luftdichten Gefäss um 0 °C gelagert werden.





